Neuer Mitarbeiter bei der Procurement Partner AG stellt sich vor

Thomas Dalla Vecchia

Thomas Dalla Vecchia verstärkt seit dem 1. Juni 2017 als Director die Procurement Partner AG. Daniela Blatter, Verantwortliche Marketing bei der Procurement Partner AG, hat ihn zum Interview getroffen.

Daniela Blatter: Thomas, kannst du deinen beruflichen Werdegang kurz schildern?

Thomas Dalla Vecchia: Nach meiner betriebswirtschaftlichen und technischen Grundausbildung arbeitete ich während mehr als 20 Jahren in technisch orientierten Firmen wie z.B. bei der BBC (Vorgängerin der ABB), der Ascom AG, der Schaublin SA und der RUAG AG. In dieser Zeit absolvierte ich auch diverse Weiterbildungen (Exportfachmann, Verkaufsleiter, Nachdiplomstudium in Marketing- und Beschaffungsmanagement, EMBA International Management). Ich konnte wichtige Erfahrungen in den Bereichen Einkauf, Distribution, Verkauf und Technik sammeln und arbeitete häufig mit internationalen Partnern weltweit zusammen. Im Jahr 2006 entschied ich mich dann für den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete die Obal AG.

Warum hast du dich selbstständig gemacht? 

Während meiner Berufskarriere war ich häufig verantwortlich für Projekte im internationalen Umfeld – auch im Bereich des Beschaffungsmanagements. Dadurch konnte ich während vielen Jahren ein grosses Wissen im Bereich Internationalisierung und Beschaffung aufbauen. Diese Kompetenzen wollte ich aktiv nutzen und daher entschied ich mich, mit der Obal AG eine Beratungsfirma in diesen Bereichen aufzubauen. Diese Tätigkeit ermöglicht mir auch, meine Erfahrungen mit ausländischen Partnern mit Schweizer Unternehmen zu teilen. 

Du hast erwähnt, dass du während deiner Berufslaufbahn häufig mit internationalen Partnern zusammengearbeitet hast. Wo bist du zum ersten Mal geschäftlich in Kontakt mit ausländischen Partnern gekommen? 

In jungen Jahren habe ich während einem Jahr in Frankreich bei einer Dienstleistungsfirma im Bereich Stahlhandel und anschliessend zwei Jahre für BBC in den Vereinigten Arabischen Emiraten gearbeitet. Während meinen Tätigkeiten bei Schaublin, der Ascom und der RUAG pflegte ich häufig geschäftlichen Kontakt zu Asien, Amerika und Europa, inklusive Osteuropa. Die fremden Länder und Kulturen haben mich immer fasziniert. Auch im weiteren Verlauf meiner beruflichen Karriere war ich stets regelmässig in der Schweiz wie auch im Ausland tätig.

Warum hast du dich entschieden, die Procurement Partner AG zu verstärken?

Nach mehr als zehn Jahren als selbstständiger Berater im Bereich Internationale Beschaffung und Supply Chain Management habe ich mich dazu entschieden, meine Tätigkeitsgebiete im Beschaffungsmanagement zu intensivieren und auszubauen. Mit der Procurement Partner AG habe ich die ideale Unternehmung gefunden. Ich kann meine Kompetenzen und mein Know-how einbringen und so zur Weiterentwicklung des Dienstleitungsangebotes beitragen. 

In welchen Bereichen im Beschaffungsmanagement verfügst du über langjährige Erfahrung und kannst die Procurement Partner AG unterstützen? 

Ich habe während meiner Selbstständigkeit bereits zahlreiche Kundenprojekte im Bereich Global Sourcing begleitet und konnte daher in diesem Bereich viel Know-how aufbauen. So habe ich grosse Erfahrung beim Sourcing von direkten Warengruppen im technischen Umfeld, beim Durchführen von Make or Buy Analysen für direkte Warengruppen und bei der internationalen Beschaffung von direkten Warengruppen in Zentral- und Osteuropa. 

Du hast erwähnt, dass du häufig in Kontakt mit osteuropäischen Partnern stehst. Wie gestaltet sich da die Zusammenarbeit? Gibt es kulturelle Unterschiede, die das geschäftliche Zusammenarbeiten beeinflussen?

Wenn Zentraleuropäer geschäftlich in Osteuropa zu tun haben, gehen sie häufig blauäugig dorthin. Sie denken, Osteuropäer funktionieren ähnlich wie wir in Zentraleuropa. Macht man in Asien Geschäfte, ist zum Vorherein klar, dass man sich auf kulturelle Unterschiede einstellen und sich vorbereiten muss. Genauso ist es aber auch in Osteuropa – eine gute Vorbereitung und eine Auseinandersetzung mit den örtlichen Gepflogenheiten und der Kultur sind wichtig. 

Kannst du Bespiele nennen? 

Ich habe seit 1991 Erfahrungen in den Ländern Polen, Tschechien, Slowenien, Ungarn, Serbien, Rumänien, Bulgarien und der Slowakei gesammelt. In diesen Ländern sind zum Beispiel oft Absprachen mit dem mittleren Kader nicht verlässlich. Osteuropäische Unternehmen sind hierarchisch aufgebaut und es zählt nur, was mit dem Geschäftsführer vereinbart wurde. Zudem sind Osteuropäer sehr familien- und beziehungsorientiert. Das heisst, für Freunde und Bekannte würden sie alles machen, Fremden gegenüber sind sie jedoch eher verschlossen und zurückhaltend. Daher gilt es als erstes, das Vertrauen der Geschäftspartner zu gewinnen. Das geht am einfachsten, wenn man sich ausserhalb der Arbeit zum Essen trifft und sich auf der persönlichen Ebene kennenlernt. So kann man mit der Zeit eine persönliche Beziehung aufbauen. Sobald das Eis gebrochen ist, wird man sehr herzlich und offen empfangen und das Zusammenarbeiten fällt leicht. Osteuropäer arbeiten zuverlässig und liefern eine gute Produktequalität ab. Die stetige Betreuung ist jedoch wichtig. Man muss stets Präsenz zeigen und laufend nachfragen, wie es um den Auftrag steht. Es braucht eine gewisse Führung und eben den persönlichen Kontakt. Sonst verliert der Auftrag an Wichtigkeit und wird hintenangestellt.

Ich habe auch noch eine kritische Frage an dich: Unterstützt du mit deiner Arbeit – Schweizer Firmen den Zugang zu ausländischen Lieferanten ermöglichen – nicht den Ausverkauf der Schweiz? 

Ich bin der Meinung, dass sich die Schweizer Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen und Technologien, in denen sie stark sind, konzentrieren sollten. In den Bereichen mit eigenem Spitzen-Know-how ist es sinnvoll, im teureren Inland die Produkte herzustellen und qualitativ hochstehende Güter dem Markt zur Verfügung zu stellen. Alle anderen Halb- oder Fertigfabrikate, bei denen ein ausländischer Zulieferant über besseres Know-how verfügt und dazu noch günstiger produzieren kann, sollten in meinen Augen im Ausland bezogen werden. Die dadurch erzielten Ersparnisse können in die eigenen Kernkompetenzen investiert werden, um diese noch weiter auszubauen und den Produktionsstandort Schweiz zu stärken. 

Apropos Einkaufen – Wie kaufst du als Privatperson ein?

Ich erledige meine Einkäufe meistens in der Schweiz. Mich trifft man selten bis nie beim Einkaufen über der Grenze an. Ich schätze hochwertige Ware und deshalb gehe ich häufig in lokale Spezialitäten-Geschäfte. Aber natürlich kaufe auch ich ab und zu bei grossen Detailhändlern ein. 

Was sind deine Hobbys?

Ich bin interessiert an fremden Länder, deren Kultur und Geschichte. So bin ich immer wieder mit meiner Partnerin unterwegs auf Reisen. Den Sommer geniesse ich am Bielersee und generell erfreue ich mich an kulinarischen Spezialitäten aus der Region. Zudem spiele ich auch Golf.

Du bist beruflich und auch privat schon ziemlich in der Welt herumgekommen. Welches ist denn dein Lieblingsreiseland? 

Mir gefallen sehr viele Länder in Europa, Asien aber auch Amerika. Dennoch hat es mir Bulgarien sehr angetan. Es ist ein kulturell, gesellschaftlich und kulinarisch sehr spannendes Land, die Menschen sind offen und herzlich. Der einzige Haken ist: Um sich dort selbstständig frei bewegen und orientieren zu können, sollte man etwas kyrillisch lesen und verstehen können. 

Und zum Abschluss: Was würdest du dir als erstes kaufen, wenn du im Lotto eine Million gewonnen hättest?

Da ich gerne andere Kulturen und andere Länder erkunde, würde ich mir und meiner Partnerin am liebsten ein «Welten-GA» kaufen und auf Weltreise gehen.

Vielen Dank für das Interview und den Einblick zu deinen Tätigkeiten, die du uns dadurch gegeben hast. 

Weiter Informationen zum Thema Global Sourcing finden Sie hier. 

Thomas Dalla Vecchia verstärkt seit dem 1. Juni 2017 als Director die Procurement Partner AG. Daniela Blatter, Verantwortliche Marketing bei der Procurement Partner AG, hat ihn zum Interview getroffen.
Daniela Blatter: Thomas, kannst du deinen beruflichen Werdegang kurz schildern?
Thomas Dalla Vecchia: Nach meiner betriebswirtschaftlichen und technischen Grundausbildung arbeitete ich während mehr als 20 Jahren in technisch orientierten Firmen wie z.B. bei der BBC (Vorgängerin der ABB), der Ascom AG, der Schaublin SA und der RUAG AG. In dieser Zeit absolvierte ich auch diverse Weiterbildungen (Exportfachmann, Verkaufsleiter, Nachdiplomstudium in Marketing- und Beschaffungsmanagement, EMBA International Management). Ich konnte wichtige Erfahrungen in den Bereichen Einkauf, Distribution, Verkauf und Technik sammeln und arbeitete häufig mit internationalen Partnern weltweit zusammen. Im Jahr 2006 entschied ich mich dann für den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete die Obal AG.
Warum hast du dich selbstständig gemacht? 
Während meiner Berufskarriere war ich häufig verantwortlich für Projekte im internationalen Umfeld – auch im Bereich des Beschaffungsmanagements. Dadurch konnte ich während vielen Jahren ein grosses Wissen im Bereich Internationalisierung und Beschaffung aufbauen. Diese Kompetenzen wollte ich aktiv nutzen und daher entschied ich mich, mit der Obal AG eine Beratungsfirma in diesen Bereichen aufzubauen. Diese Tätigkeit ermöglicht mir auch, meine Erfahrungen mit ausländischen Partnern mit Schweizer Unternehmen zu teilen. 
Du hast erwähnt, dass du während deiner Berufslaufbahn häufig mit internationalen Partnern zusammengearbeitet hast. Wo bist du zum ersten Mal geschäftlich in Kontakt mit ausländischen Partnern gekommen? 
In jungen Jahren habe ich während einem Jahr in Frankreich bei einer Dienstleistungsfirma im Bereich Stahlhandel und anschliessend zwei Jahre für BBC in den Vereinigten Arabischen Emiraten gearbeitet. Während meiner Tätigkeit bei der RUAG pflegte ich häufig geschäftlichen Kontakt zu Osteuropa. Die fremden Länder und Kulturen haben mich immer fasziniert. Auch im weiteren Verlauf meiner beruflichen Karriere war ich stets regelmässig in der Schweiz wie auch im Ausland tätig.
Warum hast du dich entschieden, die Procurement Partner AG zu verstärken?
Nach mehr als zehn Jahren als selbstständiger Berater im Bereich Internationale Beschaffung und Supply Chain Management habe ich mich dazu entschieden, meine Tätigkeitsgebiete im Beschaffungsmanagement zu intensivieren und auszubauen. Mit der Procurement Partner AG habe ich die ideale Unternehmung gefunden. Ich kann meine Kompetenzen und mein Know-how einbringen und so zur Weiterentwicklung des Dienstleitungsangebotes beitragen. 
In welchen Bereichen im Beschaffungsmanagement verfügst du über langjährige Erfahrung und kannst die Procurement Partner AG unterstützen? 
Ich habe während meiner Selbstständigkeit bereits zahlreiche Kundenprojekte im Bereich Global Sourcing begleitet und konnte daher in diesem Bereich viel Know-how aufbauen. So habe ich grosse Erfahrung beim Sourcing von direkten Warengruppen im technischen Umfeld, beim Durchführen von Make or Buy Analysen für direkte Warengruppen und bei der internationalen Beschaffung von direkten Warengruppen in Zentral- und Osteuropa. 
Du hast erwähnt, dass du häufig in Kontakt mit osteuropäischen Partnern stehst. Wie gestaltet sich da die Zusammenarbeit? Gibt es kulturelle Unterschiede, die das geschäftliche Zusammenarbeiten beeinflussen?
Wenn Zentraleuropäer geschäftlich in Osteuropa zu tun haben, gehen sie häufig blauäugig dorthin. Sie denken, Osteuropäer funktionieren ähnlich wie wir in Zentraleuropa. Macht man in Asien Geschäfte, ist zum Vorherein klar, dass man sich auf kulturelle Unterschiede einstellen und sich vorbereiten muss. Genauso ist es aber auch in Osteuropa – eine gute Vorbereitung und eine Auseinandersetzung mit den örtlichen Gepflogenheiten und der Kultur sind wichtig. 
Kannst du Bespiele nennen? 
Ich habe seit 1991 Erfahrungen in den Ländern Polen, Tschechien, Slowenien, Ungarn, Serbien, Rumänien, Bulgarien und der Slowakei gesammelt. In diesen Ländern sind zum Beispiel oft Absprachen mit dem mittleren Kader nicht verlässlich. Osteuropäische Unternehmen sind hierarchisch aufgebaut und es zählt nur, was mit dem Geschäftsführer vereinbart wurde. Zudem sind Osteuropäer sehr familien- und beziehungsorientiert. Das heisst, für Freunde und Bekannte würden sie alles machen, Fremden gegenüber sind sie jedoch eher verschlossen und zurückhaltend. Daher gilt es als erstes, das Vertrauen der Geschäftspartner zu gewinnen. Das geht am einfachsten, wenn man sich ausserhalb der Arbeit zum Essen trifft und sich auf der persönlichen Ebene kennenlernt. So kann man mit der Zeit eine persönliche Beziehung aufbauen. Sobald das Eis gebrochen ist, wird man sehr herzlich und offen empfangen und das Zusammenarbeiten fällt leicht. Osteuropäer arbeiten zuverlässig und liefern eine gute Produktequalität ab. Die stetige Betreuung ist jedoch wichtig. Man muss stets Präsenz zeigen und laufend nachfragen, wie es um den Auftrag steht. Es braucht eine gewisse Führung und eben den persönlichen Kontakt. Sonst verliert der Auftrag an Wichtigkeit und wird hintenangestellt.
Ich habe auch noch eine kritische Frage an dich: Unterstützt du mit deiner Arbeit – Schweizer Firmen den Zugang zu ausländischen Lieferanten ermöglichen – nicht den Ausverkauf der Schweiz? 
Ich bin der Meinung, dass sich die Schweizer Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen und Technologien, in denen sie stark sind, konzentrieren sollten. In den Bereichen mit eigenem Spitzen-Know-how ist es sinnvoll, im teureren Inland die Produkte herzustellen und qualitativ hochstehende Güter dem Markt zur Verfügung zu stellen. Alle anderen Halb- oder Fertigfabrikate, bei denen ein ausländischer Zulieferant über besseres Know-how verfügt und dazu noch günstiger produzieren kann, sollten in meinen Augen im Ausland bezogen werden. Die dadurch erzielten Ersparnisse können in die eigenen Kernkompetenzen investiert werden, um diese noch weiter auszubauen und den Produktionsstandort Schweiz zu stärken. 
Apropos Einkaufen – Wie kaufst du als Privatperson ein?
Ich erledige meine Einkäufe meistens in der Schweiz. Mich trifft man selten bis nie beim Einkaufen über der Grenze an. Ich schätze hochwertige Ware und deshalb gehe ich häufig in lokale Spezialitäten-Geschäfte. Aber natürlich kaufe auch ich ab und zu bei grossen Detailhändlern ein. 
Was sind deine Hobbys?
Ich bin interessiert an fremden Länder, deren Kultur und Geschichte. So bin ich immer wieder mit meiner Partnerin unterwegs auf Reisen. Den Sommer geniesse ich am Bielersee und generell erfreue ich mich an kulinarischen Spezialitäten aus der Region. Zudem spiele ich auch Golf.
Du bist beruflich und auch privat schon ziemlich in der Welt herumgekommen. Welches ist denn dein Lieblingsreiseland? 
Mir gefallen sehr viele Länder in Europa, Asien aber auch Amerika. Dennoch hat es mir Bulgarien sehr angetan. Es ist ein kulturell, gesellschaftlich und kulinarisch sehr spannendes Land, die Menschen sind offen und herzlich. Der einzige Haken ist: Um sich dort selbstständig frei bewegen und orientieren zu können, sollte man etwas kyrillisch lesen und verstehen können. 
Und zum Abschluss: Was würdest du dir als erstes kaufen, wenn du im Lotto eine Million gewonnen hättest?
Da ich gerne andere Kulturen und andere Länder erkunde, würde ich mir und meiner Partnerin am liebsten ein «Welten-GA» kaufen und auf Weltreise gehen.
Vielen Dank für das Interview und den Einblick zu deinen Tätigkeiten, die du uns dadurch gegeben hast. 
Weiter Informationen zum Thema Global Sourcing finden Sie hier: http://www.procurement-partner.com/dienstleistungen/unsere-dienstleistungen/sourcing/
  • Procurement Partner

30.08.2017